SEO Stammtisch Köln
Es ist eigentlich verwunderlich, dass es in Köln gar keinen SEO-Stammtisch gibt. Letzten Sommer fand ein SEO Stammtisch im Nachbardorf Bonn statt, aber da ist es mittlerweile auch scheinbar ruhiger geworden. Gibt es bestimmte Gründe, dass es einen SEO-Stammtisch in Köln nicht gibt? Mir fällt keiner ein. Es gibt genug Agenturen, Kunden, Interessierte und sicherlich auch ausreichend Fragen und Gesprächsstoff zum Thema SEO, nicht nur in Köln. Vielleicht mögen wir Kölner aber auch nicht so gerne unser SEO-Wissen teilen? Dabei wäre ein SEO Stammtisch in Köln sicherlich einer der wenigen, wo man gemeinsam SEO-Kölsch trinken könnte.
Lust? Vielleicht finden sich ja ein paar SEOs aus Köln für einen SEO-Stammtisch in Köln. Jetzt reicht es aber mit der SEO-Stammtisch-Köln-Keyword-Dichte :)
No comments6 Seitentypen für die Keyword-Recherche
Bei der Keyword-Recherche im Online-Marketing geht es darum, möglichst viele Suchanfragen der relevanten Zielgruppe herauszufinden, um das Marketing darauf auszurichten. Google stellt dazu das derzeit wohl beliebteste Tool zur Verfügung, das Google Keyword Tool. Dort kann man eigene Keywords eingeben und das Tool zeigt verwandte und ähnliche an. Das funktioniert allerdings oftmals nicht so 100%ig - das Tool gibt offensichtliche Verwandtschaften nicht aus. Das richtige Potenzial kann man nutzen, indem man eine URL angibt, so dass das Tool selbstständig Keywords von einer Seite sammelt. Dabei muss die Seite nicht die eigene sein.
Folgende Seitentypen eignen sich meist hervorragend als Quelle für das Google Keyword Tool:
- Die eigene Seite / Eigene Landingpages
- Seiten und Landingpages von Mitbewerbern
- Die DMOZ-Seite für die entsprechende Kategorie
- Google News (Keyword eingeben und URL kopieren)
- Entsprechende Seiten von Printmagazinen und -Zeitschriften aus der Branche
- Suchergebnisseiten von Ask.com, Wortschatz Leipzig und Co.
SEO-Test: Optimale Keyword-Position im Title
Heute im Angebot: Die Ergebnisse unseres kleinen SEO-Tests zu der Frage: “Wo positioniert man derzeit eigentlich das Keyword im Titel am besten?”.
Vorab zum Prinzip dieses SEO-Tests:
Googles Ranking wird von angeblich über 100 Faktoren beeinflusst. Grob kann man zwischen den Faktoren unterscheiden, die manifest im Dokument liegen (sog. Onpage-Faktoren) und solche, die - sagen wir mal verallgemeinernd - nicht im Dokument liegen (Offpage, Nutzerverhalten, usw.). Johannes Beus hat sich 2007 vor allem zu Onpage-Faktoren schriftlich Gedanken gemacht. Stefan Fischerländer hat das Anfang 2009 aufgegriffen.
Der vorliegende Test untersucht ausschließlich die Position eines Keywords im HTML-Titel. Um Störvariablen auszuschalten (z.B. unterschiedliche Keyworddichten, unterschiedliche Texte im Body usw.) haben wir bei den verschiedenen Varianten alle Elemente gleich gelassen und nur die eine Variable (nämlich die Reihenfolge des betreffenden Keywords im Titel) verändert. Damit kann man zwar dann zurückführen, welche Variante besser ist. Man kann aber nicht unbedingt behaupten, dass diese Variante immer besser ist, auch im Zusammenspiel mit anderen Ranking-Faktoren (das ist das alte Lied von der internen vs. der ökologischen Validität).
Versuchsaufbau:
Die untersuchten Dokumente haben alle den gleichen Text und eine h1-Überschrift mit dem Keyword. Das Keyword ist ein Hash-Wert, um keine Nebeneffekte mit “natürlichsprachigen Treffern” zu haben. Es wurden insgesamt über 100 verschiedene Varianten des Titles online gestellt, die in zwei Variablen varriert wurden:
(1) Länge der Begriffe im Titel
(2) Position des relevanten Keywords im Titel
Ergebnis:
Interessant ist das Ergebnis des kleinen SEO-Tests! Sucht man nach dem Hash “HG56T2X“, dann ist dieser Titel an TOP1:
ZTRE HDSUI UWHD HG56T2X AOIJD HAUW NDLK HDSG
D.h. es sind 8 Begriffe im Titel (Maximum waren 14, Minimum 1) und das Keyword steht an vierter Stelle. Das ist insofern interessant, als ein häufig genannter SEO-Tipp lautet: Das relevante Keyword möglichst weit nach vorne im Titel. Muss man das relativieren? Aufgrund des Tests und bei alleiniger Betrachtung des Titels auf jeden Fall!
Fazit: Der Seitentitel darf ruhig etwas länger sein und das relevante Keyword muss nicht ganz vorne stehen. Optimal im Test waren 8 Begriffe und das Keyword an vierter Stelle.
Vielleicht ist die vierte Stelle ein empirscher Mittelwert, weil viele Seiten im Seitentitel vorne den Seitennamen/Portalnamen/Shopnamen haben. Wir haben auf Grundlage der Ergebnisse auch natürlichsprachige Tests entworfen. Die sind noch nicht vollständig indexiert. Wir bleiben dran… (und auch an der historischen Betrachtung des Rankings, Stichwort Zeiteffekt).
More to come.
2 commentsKeyword-Dichte: Kein zeitlicher Einfluss nach 4 Wochen
Vor genau vier Wochen am 03.11.2009 haben ich die Testergebnisse unseres kleinen SEO-Tests veröffentlicht. Dabei haben wir mehrere Seiten mit gleichem Inhalt, aber unterschiedlicher Keyword-Dichte generiert und nach der Indexierung geschaut, welche Seite mit welcher Keyworddichte am besten ranked. Das haben wir für Seiten mit Hashs gemacht und für (eher) natürlichsprachige Seiten.
Jetzt nach vier Wochen wollten wir überprüfen, ob zeitliche Faktoren vielleicht eine Veränderung im Ranking und damit in der Gewichtung der “optimalen” Keyword-Dichte bewirken.
Zur Erinnerung - das beste Ergebnis (TOP1) kurz nach der Indexierung war:
- Hash Keyword-Test von Sistrix.de: 10%
- Hash Keyword-Test von mindshape.de:10%
- Hash Keyword-Test von frischer .de-Domain: 10%
- Natürlichsprachiger Test von frischer .de-Domain: 19,9%
(Bei den Hash-Tests war die höchstangelegte Keyword-Dichte eben die 10%, bei dem natürlichsprachigen Test 20%)
Vier Wochen später sieht das nun so aus:
- Hash Keyword-Test von Sistrix.de: 10%
- Hash Keyword-Test von mindshape.de:9,9% (-0,1%)
- Hash Keyword-Test von frischer .de-Domain: 10%
- Natürlichsprachiger Test von frischer .de-Domain: 19,3% (-0,6%)
Fazit zum besten Ranking:
Wirklich viel getan hat sich in den vier Wochen nicht. Die leichten Schwankungen konnten wir auch zwischen einzelnen Tagen beobachten. Interessant wird es allerdings, wenn man die Folgerankings betrachtet. Zumindest der zweite Treffer innerhalb einer Domain wird in den SERPs angezeigt (weil so wenige Suchergebnisse gefunden werden für die Suchbegriffe).
TOP10-Reihe für natürlichsprachigen Test:
Vorher:
19,9% - 19,8% - 19,7% - 19,6% - 19,7% - 19,5% - 19,3% - 19,2% - 19,1% - 19,0%
Jetzt (mit der Funktion “Weitere Ergebnisse anzeigen von …”)
19,3% - 8,9% - 19,4% - 16,6% - 14,3% - 12,5% - 11%
Nutzt man die “site:”-Funktion ergibt sich ein anderes Ranking, das imho nicht dem algorithmischen Ranking entspricht. Daher sei hier darauf verzichnet. Interessant ist aber der Einbruch von 8,9% Keyword-Dichte auf Platz 2. Hier kann man fast schon wieder von einem relativ leserlichen Text reden.
Bei dem Hash-Test hat sich in der Reihe allerdings weniger getan:
Vorher:
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,7% - 9,0% - 7,1% - 7,0% - 5,6%
Jetzt:
9,9% - 9,8% - 9,3% - 9,6% - 9,5% - 9,1% - 9,4%
Fazit nach vier Wochen:
Sowohl bei dem Hash-Test wie dem natürlichsprachigen Test zeigt sich, dass auch nach vier Wochen enorm hohe Keyword-Dichten an erster Stelle stehen. Die Rankingveränderung ist nur minimal und wohl nicht auf einen zeitlichen Faktor zurückzuführen. Zumindest wenn man die Keyword-Dichte isoliert betrachtet ohne Störvariablen, dann ergibt das immer noch einen unnatürlich zu lesenden Text. In wie weit der Faktor “Keyword-Dichte” erst mit anderen Faktoren zusammen eine inhaltlich vernünftige Form annimmt, bleibt allerdings offen. Wir werden den Test und das Ranking weiter beobachten und berichten.
Webmaster Tools zeigt Website Performance an
Noch ist gar nicht Weihnachten, aber das Google-Team um die Webmaster Tools veröffentlichen nahezu im Wochenrythmus neue Features. Im Beta-Bereich “Google-Labs” sieht man einen neuen Punkt: Website-Leistung.
Google sammelt die Daten zur Website-Leistung von den Nutzern, die die Google Toolbar einsetzen. Das Messinstrument gibt es auch als Firefox-Extension.
Endlich erhält man als Webmaster von “offizieller” Seite Informationen über die Leistung seiner Website. Das ist nicht ganz uninteressant, denn die Performance ist eines der Rankingkriterien. Je schneller eine Seite läd, desto häufiger wird sie von den Crawlern besucht und desto besser ist sie in den Augen von Google für Nutzer (wer mag schon langsam ladende Seiten).
Als Webmaster erhält man durch die neue Funktion nicht nur einen Überblick und Vergleich zur Performance, sondern auch konkrete Verbesserungsvorschläge. Reinschauen lohnt sich also auf jeden Fall.
No commentsTwitter & Wave
Google Wave in der Testphase ohne viele Kontakte - das ist wie Schwimmen im leeren Pool. Hat man bereits einen Twitter-Account, kann man das ganze ein wenig mit Leben füllen. Wie verbindet man Twitter mit Google Wave?
Da gibt es sicherlich eine Handvoll Möglichkeiten. Hier die - wie ich finde - unkomplizierteste:
Man legt eine neue Wave an. Dort findet sich rechts oben das grüne Puzzle-Teil - Klick. Dann wählt man “Add gadget by URL” und fügt diese URL ein: http://www.twittergadget.com/gadget.xml
Noch schnell die Login-Daten eingegeben und schwupps, hat man die eigene Twitter-Wave, die man dann in alle anderen Funktionalitäten (Timeline & Co.) mit einbinden kann. Viel Spass!
No commentsAdWords Click-Through-Rates (CTR)
Die Click-Through-Rate (CTR) ist die relative Zahl an Klicks, die eine Werbeeinblendungen erhält im Verhältnis zu ihren gesamten Einblendungen (Impressions). D.h. wenn eine Anzeige 100 Mal angezeigt wurde, bedeutet eine CTR von 5%, dass die Anzeige 5 Mal angeklickt wurde.
Kaum verwunderlich, dassbei den AdWords-Einblendungen genau das Gleiche gilt, wie bei den organischen Treffern: Je weiter oben ein Eintrag steht, desto besser ist die zu erwartende CTR.
Das bestätigen auch die Daten von AccuraCast. Das alleine ist natürlich nur mäßig spannend. Spannender sind hingegen die Zahlen:
| Position | Click Through Rate |
|---|---|
| 1 | 7.94% |
| 2 | 5.00% |
| 3 | 2.47% |
| 4 | 1.96% |
| 5 | 0.90% |
| 6 | 0.81% |
| 7 | 0.91% |
| 8 | 0.74% |
| 9 | 0.75% |
| 10 | 0.20% |
| 11 | 0.78% |
| 12 | 0.51% |
| 13 | 0.83% |
| 14 | 0.37% |
| 15 | 0.54% |
| 16 | 0.48% |
| 17 | 0.25% |
| 18 | 0.06% |
| 19 | 0.60% |
| 20 | 0.71% |
Die Daten basieren laut Quelle auf über 1,2 Millionen Klicks aus verschiedenen Branchen. Man sieht deutlich, wie die CTR in den ersten vier Treffern bereits rapide abnehmen.
No commentsKeyword-Dichte-Test: Viel hilft viel
Bei einer Umfrage von Rand Fishkin (SEOmoz), bei der „70 Top SEOs Worldwide“ ihre Meinung zum Ranking-Faktoren bei Google abgaben, bekam die Keywordverwendung Onpage („On-Page Keyword Use“) nur 15% anteilige Relevanz. Dennoch ist eine häufig gestellte Frage vor allem von Texten und Werbeagenturen wie hoch die optimale Keyword-Dichte in einem Text sein solle.
Mitte 2009 hat Johannes Beus (sistrix.de) die Ergebnisse seines Keyword-Dichte-Tests vorgestellt:
„Überraschenderweise sind es wirklich die Texte mit einer möglichst hohen Keyworddichte: auf der ersten Seite findet sich alles zwischen 7,0 und 9,8%.“
Wir haben Johannes‘ Test in wissenschaftlicher Manier einer „Verifikation“ unterzogen, da in den Kommentaren der berechtigte Hinweis gegeben wurde, dass eine Störvariable die bekannte Domain sistrix.de sein könnte. Außerdem haben wir den Test in verschiedenen Varianten erweitert.
Vorüberlegung:
Um herauszufinden, wie hoch die optimale Keyword-Dichte bei Google ist, erstellt man verschiedene Versionen eines Textes mit unterschiedlichen Keyword-Dichten. Diejenige Seite, die bei einer entsprechenden Googlesuche am besten geranked wird, enthält die optimale Keyword-Dichte. Dabei sollten alle anderen Faktoren (wie Verzeichnisstruktur, Titel, eingehende Links usw.) gleich bleiben, damit diese nicht als sogenannte Störvariablen wirken und man dann nicht mehr die Keyword-Dichte als eigentlich Ursache für das Ranking „isoliert“ betrachten kann.
Vorgehen zur Überprüfung:
Um eine Überprüfung (Verifikation) von Johannes’ Test zu erzielen, haben wir das erste Zeichen des Suchstrings „2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“ ersetzt durch „3f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“. Dies sollte das Ranking des jeweiligen Keywords nicht beeinflussen. Im Footer haben wir allerdings die Credits und das Datum (wie beispielsweise hier zu sehen) entfernt. Dies erschien uns als unnötiger Störfaktor. Den Link zur Übersicht haben wir übernommen, um eine ordentliche Indexierung zu gewährleisten. Die Verzeichnisstruktur haben wir ebenfalls aus Gründen der Vergleichbarkeit übernommen, um durch unterschiedliche Ebenen nicht eine Störvariable einzubauen.
Das Verzeichnis /keyworddichte/ enthält eine Übersicht mit den Verweisen auf die einzelnen Dokumente mit einer Keyword-Dichte von 0,1% bis 10%. Johannes hat die Keywords in <b>-Tags gesetzt zur Hervorhebung. Wir sehen das als mögliche Störvariable an und haben daher unter /keywordDichte/ eine Variante angelegt ohne <b>-Fettung. Die Großschreibung von „D“ statt „d“ im Verzeichnisnamen sollte keinen Einfluss auf das Ranking haben.
Auswertung des Vergleichs:
Johannes hat in seiner Untersuchung die Abfrage „site:sistrix.de/tests/keyworddichte 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf“ genutzt. Der Site-Parameter führt jedoch dazu, dass unterschiedliche Ergebnisse angezeigt werden in den Rankings. Dies kann man sehen, wenn man diese unterschiedlichen Anfragen durchführt:
site:sistrix.de/tests/keyworddichte 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf
site:sistrix.de 2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf
2f4cd3a8d1340b4c1cbab3bd60d4cdaf
An Position 1 steht bei der ersten Anfrage das Dokument mit der Keyworddichte von 9,2%. Bei der zweiten und dritten jeweils 10%.
Bei unseren Tests auf mindshape.de kommt bei allen drei Anfragen immer das Dokument mit 10% Keyword-Dichte an erster Stelle. Die letzte Anfrage (ohne Site-Parameter) scheint jedoch die repräsentativste für die allgemeinen Suchanfragen der suchenden Bevölkerung.
Da sowohl sistrix.de wie auch mindshape.de bereits etablierte und viel verlinkte Webseiten sind, haben wir den Test auf verschiedene neue Domains, die noch keine eingehenden Links besitzen, kopiert. Die Domains seien hier nicht genannt (damit sie weiterhin gutes Testgelände bleiben), aber das beste Ergebnis ist ebenfalls das Dokument mit der Keyword-Dichte von 10%.
Ergebnis:
Sowohl bei sistrix.de wie auch bei mindshape.de ranked zumindest derzeit das Dokument mit der Keyword-Dichte von 10% am besten. Auch auf „unbekannten“ Domains ist das Ranking ähnlich. Auch die TOP10-Plätze befinden sich alle im oberen Bereich über 5% bzw. 9%.
Sistrix.de:
10% - 9,8% - 9,4% - 9,9% - 9,2% - 9,5% - 9,0% - 8,9% - 8,4% - 7,7%
mindshape.de
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,7% - 9,0% - 7,1% - 7,0% - 5,6%
Frische .de-Domain ohne Links:
10% - 9,2% - 9,8% - 9,4% - 5,1% - 9,6% - 9,3% - 1,1% - 9,7% - 8,9%
Spannend ist sicherlich, wieso bei sistrix keine Werte um die 5% liegen. Bei der neuen Domain existiert sogar ein Wert von 1,1% in den TOP10. Das werden wir weiter verfolgen. Interessant ist allerdings, dass auf mindshape.de die ersten beiden Trefferseiten die Varianten ohne (!) Fettung sind. Erst die Ränge 3-5 sind dann „fett“.
Natürliche Texte statt Hash-Werte und Prozente über 10%
Das Untersuchungskeyword und die Dokumente im Ausgangs-Test sind keine natürlichsprachigen Texte. Man könnte vermuten, dass natürliche Texte mit Sätzen und einer ordentlichen Semantik anders geranked werden. Außerdem muss überprüft werden, ob die oben festgestellten 10% optimale Keyword-Dichte nicht noch nach oben erweitert werden müssten, da 10% das Maximum bislang war an Testvarianz.
Vorgehen 2:
Wir haben daher 1000 Wörter aus einem möglichst themenneutralen Text genommen (Kafka, „Die Verwandlung“) und systematisch wie bei den vorherigen Tests die Keyword-Dichte variiert. Dabei haben wir jeweils das n-te Wort ersetzt durch das Keyword „Mydiatonitis“. Wir haben allerdings diesmal eine Keyword-Dichte von bis zu 20% umgesetzt. Auch dieses Testset haben wir variiert in drei Varianten:
/kEyworddichte/ mit Fettung des Keywords
/keYworddichte/ ohne Fettung und
/keyWorddichte/ mit dem Titel „notitle“ statt dem jeweiligen Keyword wie bei allen anderen Tests.
Ergebnis:
Bei der Suche nach Mydiatonitis ist auf Rang 1 das Dokument mit der unglaublich unleserlichen Keyworddichte von 19,9% (auch bei Google Caffein Beta). Die Variante ist die „mit ohne“ Fettung. Erst an Platz 5 ist die Fettung mit 19,7% vertreten.
Die Reihe der TOP10 sieht wie folgt aus:
19,9% - 19,8% - 19,7% - 19,6% - 19,7% - 19,5% - 19,3% - 19,2% - 19,1% - 19,0%
Die optimale Keyworddichte beim annähernd natürlichsprachigen Text ist also immer über 19%.
Fazit:
Viel hilft scheinbar viel. Bei den Hash-Tests war die Keyworddichte „am Anschlag“ mit 10%. Höhere Testdichten gab es dort nicht. Die optimale Keyword-Dichte bei einem natürlichsprachigen Text liegt rein analytisch betrachtet bei 19,9%. Leserlich ist der Text allerdings nicht mehr (und „natürlich“ auch nicht). Die aktuelle Beta von Google liefert übrigens in den Top-Rankings die gleichen Ergebnisse bei den Tests.
[Update:] Review nach vier Wochen (12/09)
18 commentsGuuten Moorgen - Eine SEO-Analyse
Twitter ist für viele Online-Mitbürger eine Spielerei. Das stimmt. Wie bei den Weblogs auch kommt es auf die richtige “Mischung” an. Wer sich nicht dafür interessiert, wo gerade die Katzen der Welt auf ihren Menschen sitzen, ist bei diesen Tweets falsch. Ich schätze Twitter für Themenbereich wie SEO, TYPO3 und andere sagen wir geschäftsrelevante Bereiche. Spätestens wenn einem die Themen der (wirklich guten!) Wochenrückblicke wie etwa bei SEOdiot bekannt sind, weiß man, man ist einigermaßen up-to-date.
Zum Punkt: Jeden Morgen lese ich erfreut ein “Guuten Moorgen” von SEOUnited. Gefühlt sind 90% aller Tweets Linkempfehlungen, das macht die Jungs so hilfreich :)
Da ja das Veröffentlichen von SEO-Analysen in der Community immer sehr beliebt ist, möchte ich heute mal eine - zugegeben verkürzte - Search Engine Optimizer-Analyse (SEO-Analyse) machen:
“Guuten Moorgen” wurde von SEOUnited im Oktober (Zeitraum 01.10.09 bis 25.10.09) 23 Mal getweeted. Am 09. und 16. Oktober (beides Freitage) kam nichts. Da waren die Jungs also unterwegs, im Homeoffice oder verlängerten Wochenende (scharfe Analyse). Interessant ist, dass Samstag und Sonntag doch signifikant länger geschlafen wird. Durchschnittlich wird am Wochenende erst um 09:38 Guuten Moorgen gewünscht. Unter der Woche bereits um 09:15. Dennoch ist das späteste Guuten Moorgen am Wochenende um 10:06 - ein ausgedehntes Langschläfertum liegt also nicht vor, die Jungs sind Selbstständig (ständig und selbst… ihr wisst schon).
Sonntag und Mittwochs wird wohl regelmäßig ausgegangen (vermutlich mit kontrolliertem Bierkonsum) - denn Montag und Donnerstag wird im Schnitt erst um 09:27 gegrüßt. Mittwochs ist der frühste Grüß-Tag, da gehts schon um 09:04 los. An einem Mittwoch (21.10.) war sogar schon um 09:01 ein Guuten Moorgen da - hier wurde wohl Dienstag nachmittags noch Windows 7 installiert mit einer kürzeren Bootzeit.
Für eine lineare Regression zur Vorhersage der zukünftigen Guuten Moorgens hat selbst Google zu wenige Daten.Nach geheimen, über 200 Faktoren berücksichtigenden Berechnungen, liegt aber ein Guuten-Moorgen an diesem Wochenende bei 09:36 und nächste Woche bei 09:13. Schließlich wird es früher hell derzeit.
In diesem Sinne: Danke für die Guuten Tweets.
P.S.: Auch wenn Google aus solchen und ähnlichen Daten Nutzungs-Muster erkennt, bitte das hier nicht zu ernst nehmen :)
No commentsBlogschau: Ade Google Pagerank
Nachdem ich Anfang der Woche noch wenig über das Thema “Google stellt Pagerank-Anzeige ein” gelesen habe und mich befleißigt fühlte seit langem mal wieder zwei Blogpostings darüber zu schreiben, gibt es mittlerweile etwas mehr darüber. Daher eine kleine Blogschau zum Thema:
- Gretus hat den Pagerank bereits beerdigt und eine Sterbeanzeige veröffentlich. Wer schreibt den Nachruf?
- Andre war noch ein Stück kreativer und schreibt über “SEO Jones und der verschwundene Pagerank”. Sehr amüsant zu lesen.
- Etwas ernster beschäftigt sich Mikkel mit dem Thema und meint, dass die Branche auch ganz gut ohne Pagerank auskommen wird / soll: “PageRank is a brand more than a technology today.“
- Hier findet sich auch ein Statement von Google (Susan Moskwa):
“[…] We removed it because we felt it was silly to tell people not to think about it, but then to show them the data, implying that they should look at it. :-)”.
Der Autor ist zwar der Meinung, dass die Pagerank-Anzeige überflüssig ist, aus Sicht des Brandings aber nicht verzichtbar. Damit stimmt er mit Mikkel überein.
Zumindest die Pagerank-Anzeige fährt Google also zurück, darin sind sich alle einig. Intressant ist sicherlich, dass nächstes Jahr das Pagerank-Patent an die Universität Stanford zurückfällt. Es wäre wohl unglaubwürdig (v.a. vor SEO-Laien) sichtbar und nutzbar ein Pagerank-Mythos aufrecht zu erhalten, wenn dieser Wert nur noch einer von vielen ist.
Ob es einen Ersatz geben wird und ob er wirklich “tot” ist, darüber schreibt bislang noch niemand (wer sollte das auch wissen). Also heißt es einmal mehr: Abwarten.
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